Diagnostik und Behandlung traumatisierter Kinder und Jugendlicher mit dissoziativer Symptomatik und dissoziativer Störung

22 November 2013

Diese Fortbildung findet statt in Kooperation mit der ISSTD und vermittelt den aktuellen Stand in Theorie und Praxis hinsichtlich der Behandlung von Kindern mit dissoziativer Symptomatik bzw. dissoziativer Störung.

Gelehrt wird die gemeinsame Arbeit der Kinderexpertinnen der ISSTD: Dr. Joyanna Silberg, Frances Waters, LMSW und Dr. Sandra Wieland.

 

Wochenende 1
  1. Geschichte, Theorie und Neurobiologie Komplexe Traumatisierungen behindern die Entwicklung der neurobiologischen Systeme des heranwachsenden Kindes. Haupttheorien zum Verständnis dissoziativer Prozesse bei Kindern werden dargestellt.
  2. Diagnose und Differentialdiagnose Dissoziation bei Kindern stellt sich anders dar als bei Erwachsenen. Im Kurs werden Techniken zur Diagnostik, Interview-Techniken und standardisierte Fragebögen besprochen. Co-morbide Symptomatiken werden aufgezeigt.
  3. Familiendynamiken verstehen Dysfunktionale Strukturen in Familien beeinflussen die Bildung und das Fortbestehen dissoziativer Symptomatik Im Kurs sollen Methoden erlernt werden, wie der / die TherapeutIn Familien unterstützen kann aus dysfunktionalen Mustern auszusteigen. Interventionen werden erarbeitet, wie Bezugspersonen Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Struktur vermitteln können. Ziel ist der Aufbau eines sichereren Bindungsmusters zwischen Kind und Bezugspersonen einbezüglich der einzelnen dissoziativen States des Kindes. Es ist sinnvoll, oft unerlässlich Bezugspersonen als Partner in die Behandlung ihrer Kinder einzubeziehen. 
  4. Methoden zur Stabilisierung Techniken zur Stabilisierung, zur Ichstärkung werden im Anschluss vorgestellt. Die TeilnehmerInnen werden lernen dem Kind und seinen Bezugspersonen Dissoziation zu erklären und beide zu unterstützen dissoziative States und dissoziatives Verhalten beim Kind zu erkennen. Darüber hinaus sollen Kind und Bezugspersonen lernen, wie eine Kooperation zwischen den dissoziativen States des Kindes entwickelt werden kann. Wege werden diskutiert um Trigger von Trauma-Erinnerungen zu vermeiden.
Wochenende 2
  1. Arbeit mit Institutionen : Abweichend vom üblichen Behandlungssetting ist in der Behandlung komplex traumatisierter und dissoziativer Kinder Zusammenarbeit mit den Systemen Schule, Jugendhilfe, Gericht häufig unumgänglich.Der/die TherapeutIn muss vermitteln, wie das Kind durch Täterkontakt re-traumatisiert werden kann und dass Rückführung oder anberaumte Besuchsregelungen sich schädigend auf die Psyche des Kindes auswirken können. Die dissoziative Symptomatik des Kindes dient häufig als Bewältigungsstrategie im Umgang mit Täterpersonen.
  2. Traumaprozessieren Methoden, wie mit Kindern und Jugendlichen traumatisches Material durch alle Sinneskanäle sicher prozessiert werden kann, stellen einen wichtigen Schwerpunkt im Kurs dar. Dazu gehören Arbeit mit Imaginationen, mit Zeichnungen, spieltherapeutische Interventionen, Ego State Therapie und EMDR. Eine Hauptbetonung liegt auf der Auflösung des Schamaffekts.
  3. Integration und Post-Integration Die Integration abgespaltener Persönlichkeitsanteile und abgespaltener Affekte ist wesentliches Ziel in der Behandlung eines Kindes mit dissoziativer Symptomatik. Kreative Techniken zur Integration werden dargestellt. Die KursteilnehmerInnen erhalten mit Einschreiben zum Kurs eine umfangreiche Bibliographie seitens der ISSTD. Es wird empfohlen, die zu den einzelnen Lehreinheiten angegebenen Artikel jeweils vor dem entsprechenden Wochenende zu lesen.
Praktischen Informationen

Termine 

  • 04./05.04. 2014
  • 13./14.06. 2014
  • freitags 12.00 – 19.00
  • samstags 10.00 – 17.00

Ort 

  • freiLand
  • 14473 Potsdam, Friedrich-Engelsstr.22

Kosten für beiden WE 

$ 900 US-Dollars / entspricht ca. 680 €

Ermässigung für ISTD - Mitglieder 

$800 US-Dollars / entspricht ca. 600 €

Anmeldung 

  • Über die Homepage der ISSTD : www.isst-d.org
  • auf der Homepage der ISSTD blaue Spalte rechts: Featured Courses
  • Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung:

Dipl.-Päd.Anne Schmitter-Boeckelmann
Dachsweg 42, 14974 Ludwigsfelde

 

Zertifizierung

Die Fortbildung wird mit 32 Pkt. zertifiziert über die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer und ist anerkennungsfähig für den Antrag zur Aufnahme in der Liste: Psychotraumatherapie Kinder /Jugendl. OPK.  

Dipl.-Päd. Anne Schmitter-Boeckelmann Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin niedergelassen in Ludwigsfelde (südl. v. Berlin)  
Weiterbildungen in: tiefenpsychologisch fundierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, analytischer Säugling-Kleinkind- Elterntherapie, spezieller Psychotraumatherapie und EMDR, Körperpsychotherapie, Supervisorin ( TP, EMDR und spezielle Psychotraumatherapie), im Ausbildungsteam beim „Sächsischen Institut für methodenübergreifende Kinderund Jugendlichenpsychotherapie“ (SIMKI), Dozentin im internationalen Ausbildungsstab der ISSTD . Diagnostik und Behandlung traumatisierter Kinder und Jugendlicher mit dissoziativer Symptomatik und dissoziativer Störung

Termine 

  • 04./05.04.2014 (freitags/samstags)
  • 13./14.06.2014 (freitags/samstags)

Leitung 

Dipl.-Päd.
Anne Schmitter-Boeckelmann
Kinder – und Jugendlichen -Psychotherapeutin

Dipl.-Päd. Anne Schmitter-Boeckelmann Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin niedergelassen in Ludwigsfelde (südl. v. Berlin)

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